„Droht jetzt ein Wärmepumpen-Verbot?“ – Bitte mehr Sachlichkeit!

T-Online liebt grelle Schlagzeilen, nicht nur im Zusammenhang mit Wärmepumpen. Als Leser sollte man bei solchen Schlagzeilen stets genauer hinschauen und prüfen, was die Fakten sind.

  1. Bei älteren Wärmepumpen wurden als Kältemittel Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, kurz PFAS-Verbindungen eingesetzt, die, wenn sie in die Umwelt entweichen, kaum abgebaut werden können. Zudem tragen sie zum Treibhauseffekt bei.
    Falls eine solche ältere Wärmepumpe ausgewechselt werden muss, sollte man unbedingt darauf drängen, dass das Kältemittel sorgfältig entsorgt wird.
    Das Problem war schon lange bekannt, doch die Regierung Merkel ist das Problem nicht ernsthaft angegangen. Jetzt wollen die EU und die neue Bundesregierung den Einsatz dieser problematischen Stoffe verbieten.

  2. Es gibt – und das ist die gute Nachricht – Stoffe, die die Umwelt kaum belasten und die gut in den neuen Wärmepumpen als Kältemittel verwendet werden können.Hier allerdings spaltet sich die Gruppe der Herstellerindustrie: Die einen betonen, dass z.B. Propan feuergefährlich sei und deshalb bei Wärmepumpen im Innern des Hauses nicht angewendet werden sollte.Dem widerspricht eine andere Gruppe von Herstellern – wie z.B. Vissman – vehement und betont, dass Wärmepumpen mit Stoffen, die für die Umwelt wenig gefährlich sind, sehr wohl sicher betrieben werden können.

  3. In meinen Augen ist das Sicherheitsproblem ein vorgeschobenes Argument, um Investitionen zu vermeiden und Geld zu sparen. Hier können die Verbraucher ein wichtiges Wort mitreden, indem sie darauf drängen, dass ihre Wärmpumpe keine PFAS-Stoffe als Kältemittel enthält.

  4. Zurück zu T-Online: Im Schlussteil schränkt T-Online seine reißerische Überschrift doch etwas ein und gibt zu, dass es alternative Kältemittel gibt, suggeriert dann aber, dass die Hersteller den alternativen Kältemitteln keine Chance geben. Schade!

T-Online bringt viele Beiträge zum Thema Umwelt, dies sei positiv angemerkt, aber eine Reihe von Beiträgen – so meine Erfahrung – sind zu reißerisch und in der Sache ungenau. Das sollte angemerkt sein, wenn schon ein solcher Link auf der MM-Seite erscheint.

Gerhard von Hinten

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